Pediküre / med. Fußpflege

Was unterscheidet die Pediküre von der medizinischen Fußpflege?

Unter Pediküre versteht man die Nagelpflege, sprich schneiden und glätten der Nagelplatten sowie das Entfernen von der Nagelhaut. Weiterhin wird die Hornhaut entfernt und der Fuß  eingecremt. Der Fußpfleger bedient sich der kosmetischen Behandlung des Fußes.

Bei der medizinischen Fußpflege werden neben der einfachen kosmetischen Pediküre auch noch Probleme wie z.B. Hühneraugen, Warzen, Nagelpilz, Entzündungen oder Diabetiker behandelt. Patientgruppen wie z.B. die Diabetiker, Rheumatiker oder Neuropathen, gehören zum Klientel der Podologen. Die Podologen sind diejenigen, die sich medizinische Fußpfleger nennen dürfen. Alle Nicht-Podologen sind lediglich kosmetischen Fußpfleger.
Achtung! Kosmetische Fußpfleger dürfen sich zwar nicht medizinische Fußpfleger nennen, jedoch dürfen die mit einer medizinischen Fußpflege Werbung machen. Das Gesetz sagt: der mündige Bürger ist in der Lage, zwischen dem medizinischen Fußpfleger und der medizinischen Fußpflege den Unterschied heraus zu lesen. Der Podologe unterliegt dem Podologengesetz, dem Heilpraktikergestz, dem Medizinproduktebetreibergesetz, sie unterliegen dem örtlichen Gesundheitsämter und ggf. noch den Krankenkassen.  Dies schafft eine medizinische Basis und sichert Ihnen als Patient ein hohes Maß an Hygiene und der Sicherheit, dass sich diejenigen Therapeuten weiter bilden.    Podologen müssen sterilisieren. Kosmetische Fußpfleger nicht. Kosmetische Fußpfleger dürfen nicht "heilen" - z. B.  Nagelmykosen entfernen. Dennoch dürfen diese eine medizinische Fußpflege anbieten. 
Diabetiker können bei einem Podologen mit kassenärztlicher Zulassung ihre Behandlungen abrechnen.

Der Ausbildungsstand eines Podologen unterscheidet sich erheblich von dem eines Kosmetikers. Beide haben die Nagellehre kennen gelernt, jedoch umfasst die Ausbildung des Podologen weitaus mehr. Krankheitsbilder wie Diabetes mellitus, Schlaganfall, Morbus Parkinson und Herzerkrankungen gehören genauso zum Ausbildungsstand, wie die Hygiene, Arzneilehre, Soziologie und Physiologie.

Scheuen Sie niemals den Versuch, den Fußpfleger/Podologen zu wechseln. Oft kann man nur zwischen gut und schlecht unterscheiden, wenn man den Unterschied kennt.
Fußpfleger die schon viele Jahre ihren Beruf ausüben haben natürlich ihre praktischen Erfahrungen. Die kann man keinem mehr nehmen. Von daher ist es wichtig dass Sie einfach mal einen Wechsel auf sich zukommen lassen, um sich davon ein Bild zu machen, was anders ist. Haben Sie ernsthafte Beschwerden, sind Sie Diabetiker, sollten Sie trotzdem sofort einen Podologen aufsuchen.